Das Schulprofil


Grundzüge der Gemeinschaftsschule

Grundlage der Gemeinschaftsschule ist das längere gemeinsame Lernen. Sie ist eine Schule für alle, in der die Kinder nicht zu früh sortiert und bereits auf einen Schulabschluss festgelegt werden. Sie kann eine gymnasiale Oberstufe haben und so bis zum Abitur führen.

Gemeinschaftsschulen sind grundsätzlich Ganztagsschulen. An der Grünauer Schule arbeiten wir in der Grundstufe im offenen Ganztagsbetrieb und in der Mittelstufe im geschlossenen Ganztagsbetrieb.

In der Gemeinschaftsschule unterrichten Lehrkräfte aller allgemein bildenden Schularten. Unsere Gemeinschaftsschule entsteht als aufwachsende Grundschule und umfasst im Schuljahr 2012/2013 die Klassenstufen 1 bis 10.

Eine Orientierungsstufe gibt es nicht. Schülerinnen und Schüler können in 29 Klassen bzw. Lerngruppen zum Hauptschulabschluss, zum Mittleren Schulabschluss und zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe gebracht werden. Wenn eine Oberstufe vorhanden ist, erreicht man das Abitur nach 13 Schuljahren (ab Schuljahr 2008/2009 wird das Gymnasium in nur 12 Jahren zum Abitur führen - ein Jahr wird in der Mittelstufe eingespart.

Es gilt an der Gemeinschaftsschule das Prinzip des gemeinsamen Unterrichts, der auf verschiedenen Anforderungsebenen - entsprechend der Leistungen und Fähigkeiten der Schüler - erteilt wird. Es kann innerhalb einer Klasse, klassenübergreifend oder jahrgangsübergreifend verschiedene Lerngruppen geben. Binnendifferenzierung ist ein wesentliches Element des Unterrichts.

Rahmenbedingungen an der Gemeinschaftsschule

Prägend für die Gemeinschaftsschule sind die folgenden Rahmenbedingungen:

  • weitestgehend gemeinsamer Unterricht und unterschiedliche Formen und Angebote der Differenzierung, längeres gemeinsames Lernen ab Klasse 7
  • differenzierter Unterricht in verschiedenen leistungsbezogenen Anforderungsebenen in leistungsdifferenzierten Lerngruppen
  • in den Übergangsphasen besteht ein enges Kooperationsverhältnis zwischen den Lerngruppen und Lehrkräften
  • die abschlussbezogenen Ausprägungen entsprechend den Vorgaben der Kultusministerkonferenz sind gewährleistet
  • gleiche Leistungsanforderungen wie die Schulen des traditionell gegliederten Schulwesens
  • Unterricht durch Lehrkräfte aller Schularten
  • zentrale Abschlussprüfungen
  • durchschnittliche Jahrgangsgröße von ca 50 Schülerinnen und Schülern
  • Gemeinschaftsschulen sind grundsätzlich offene Ganztagschulen (an unserer Schule mit der Abwandlung eines geschlossenen Ganztagsbetriebs im Mittelstufenbereich)


Schulabschlüsse an der Gemeinschaftsschule

Die Gemeinschaftsschule hat einen Bildungsgang. Für die Prüfungen zum Hauptschulabschluss und zum Mittleren Schulabschluss gelten dieselben Regelungen, die bundesweit von der Kultusministerkonferenz vereinbart wurden.

Wer den mittleren Schulabschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,2 in den Kernfächern erreicht, ist berechtigt, eine gymnasiale Oberstufe der Gemeinschaftsschule, eines Gymnasiums oder eines beruflichen Gymnasiums zu besuchen.

An einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe findet die Abiturprüfung in der Jahrgangsstufe 13 statt. Mit dem erfolgreichen Abschluss wird die allgemeine Hochschulreife erworben; sie gilt bundesweit.

Entsprechend der Projektvereinbarung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Schule und dem Bezirk Treptow-Köpenick wird es für die Schüler, die sich für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe qualifiziert haben, angestrebt, ihre Schullaufbahn an der Grünauer Gemeinschaftsschule fortzusetzen, also eine gymnasiale Oberstufe einzurichten.

In der Zwischenzeit wird unseren Schülern ein Platz in der Abiturstufe an der Anna-Seghers-Gemeinschaftsschule (>>Homepage) garantiert, sofern sie am Ende der Klasse 10 die Leistungen für den Eintritt in die Sekundarstufe II (Klasse 11-13) erreicht haben.